DJV: „Montgomery richtet seine Medien zugrunde“

Der Deutsche Journalisten-Verband hat vor dem Ausbluten der Medien des britischen Finanzinvestors David Montgomery in Deutschland gewarnt. „Mit seiner Renditeorientierung um jeden Preis richtet Montgomery seine Medien zugrunde“, erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Er appellierte an die Gesellschafter des Montgomery-Ablegers BV Deutsche Zeitungsholding, auf ihrer heutigen Versammlung nicht dem geplanten Abbau von 150 der 930 Stellen zuzustimmen. „Ob Berliner Zeitung, Hamburger Morgenpost oder Stadtmagazin Tip – die Journalistinnen und Journalisten der Montgomery-Blätter arbeiten jetzt schon am Limit“, sagte Konken. Mit noch weniger Personal lasse sich der journalistische Standard keinesfalls halten. Das jedoch würde den Leserschwund beschleunigen und den Blättern dauerhaften wirtschaftlichen Schaden zufügen. „So sieht keine zukunftsgerichtete und verantwortliche Verlagspolitik aus.“ Der DJV-Vorsitzende begrüßte ausdrücklich die für heute geplanten Warnstreiks und Protestaktionen bei einigen Montgomery-Medien: „Ich rufe alle Kolleginnen und Kollegen dazu auf, sich an den Aktionen zu beteiligen. Die Zeit des Stillhaltens ist vorbei.“

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